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Künstlerhaus Eckernförde e.V.
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| Ereignisbericht
2001 Der Bericht des Vorstands |
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Aus 152 Bewerbungen um 10 Stipendienplätze im Künstlerhaus Ottestraße 1 wurden
für das Jahr 2001 folgende Kunstschaffenden durch die Jury ausgesucht:
Von Januar bis einschließlich April
residierte in Atelier 1 der Landschafts- und Objektkünstler
Volker Andresen, der unter anderem in
Eckernförde an der Vorbereitung einer Ausstellung für Skandinavien arbeitete.
Thomas Klegin aus Schwerte arbeitete von
Januar bis inklusive Juni 2001 in Atelier 3. Ihn beschäftigte die Aufgabe aus
abgeschnittenen Haaren, die er sich in großen Mengen von Eckernförder Coiffeuren
beschaffte, in eine mit Eprovetten bestückte Platte einzuarbeiten, um mittels
farblicher Abstimmung ein menschliches Gesicht nachzubilden. Im Mai anlässlich
der „Offenen Ateliers“ konnte man einblicke in den Entstehungsprozess gewinnen.
Aufgrund ihrer internationalen Verpflichtungen in Salzburg und Paris splittete
die argentinische Komponistin Silvia Fomina,
die im Rahmen der „Offenen Ateliers“ Videoausschnitte aus ihrer kurz vor der
Vollendung stehenden „Schachoper“ zeigte, ihr 3-Monatsstipendium in zwei Teile
(Februar/März in Atelier 3, Mai in Atelier 1).
Der aus Ghana stammende und in Kirchzarten bei Freiburg beheimatete Fotografie-
und Installationskünstler Emeka Udemba wirkte
von April bis einschließlich Juli in Atelier 4.

Foto- und Objektkunst gestaltete
Sabine Linse aus Berlin von April bis Juli in
Atelier 2 und darüber hinaus auch ein Fotoprojekt am Windebyer Noor mit dem
Kunstleistungskurs der Jungmannschule.
Anne Rinn aus Berlin lebte und arbeitete von Juli
bis September in Atelier 1, Dan Mihaltianu ,
Berliner rumänischer Abstammung, arbeitete von Juli bis Dezember an
Computerobjekten in Atelier 3. Im Juli 2001 bewarb sich der Verein mit Erfolg um
die im Hause Ottestraße 1 freiwerdende Ausstellungsräumlichkeit der
Dokumentationsausstellung „Vergessen und Verdrängt“, die ab 01.02.2002 gegen
eine monatliche Nutzungsgebühr von € 50,- für „kulturelle Zwecke“ zur Verfügung
steht und die „Offenen Ateliers“ ergänzen bzw. ablösen wird. Der belgische
Installationskünstler Marc Horemans
verbrachte sein 3-Monatsstipendium von September bis November in Atelier 2. Die
Kielerin Britta Chlouba-Dunker
(01.10.-31.12. 2001 in Atelier 1) las aus ihrem zuletzt erschienenen Roman
„Todesstern“ zur Problematik der Missstände in Altenpflegeheimen zusammen mit
dem bekannten Kieler Schriftsteller Friedrich
Mülder am 6.Dezember in der Stadtbücherei Eckernförde.
Im September besuchte im traditionellen Austauschprogramm die
Schleswig-Holsteinische Künstlerin Katrin
Schmidbauer (Kiel) einen Monat lang das Künstlerdorf Ekely nahe der
norwegischen Metropole Oslo. Gegenbesuch aus der Nähe von Oslo erhielt das
Künstlerhaus im Dezember in der Gestalt des Malers
Edgar Ballo.
Im Allgemeinen zeigten sich Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den
vorherrschenden Verhältnissen im Künstlerhaus sehr zufrieden. Die räumliche
Situation der Ateliers, die günstige zentrale Lage und die freundliche
Atmosphäre in der Stadt stellten gute Voraussetzungen für effektives Arbeiten
dar. Die landschaftlich reizvolle Umgebung trüge überdies zur Inspiration bei.
Außerhalb der öffentlichen Präsentation der residierenden Kunstschaffenden im
Künstlerhaus durch die regelmäßige einrichtung der „Offenen Ateliers“ wurden
regelmäßig Berichte in der örtlichen Presse forciert. Durch die
Nutzungsmöglichkeit des ehemaligen Ausstellungsraumes im Hause Ottestraße 1
ergibt sich ab Februar 02 eine verbesserte Präsentationsmöglichkeit des
Künstlerhauses insgesamt. Zusammen mit den jeweilig anwesenden StipendiatInnen
hat der Vorstand die folgenden Termine zum einblick in das Schaffen im
Ausstellungsraum, Parterre rechts, für des laufende Jahr festgelegt:
Auftakt mit Stipendiatenausstellung am Sonnabend, 23.03.02.
2. Termin mit Stipendiatenbeteiligung: Sonnabend, 15.06.02
3. Termin mit Stipendiatenbeteiligung: Sonntag, 22.09.02, Matinee
4. Termin mit Stipendiatenbeteiligung: Sonnabend, 23.11.02.
Sorgen bereitet die finanzielle Situation des Künstlerhauses. Durch die um ein
Vielfaches größere Belastung an Betriebskosten des Hauses Ottestraße 1, als
zuvor in Selk anfielen, können derzeit über Mitgliedsbeiträge und die € 125,-
pro Stipendium und Monat keine „Extras“ (Projekte, Kataloge, Künstlerförderung
im eigentlichen Sinne) finanziert werden. Es gilt also für die Zukunft Sponsoren
bzw. noch mehr Mitglieder zu gewinnen.
Eckernförde im Februar 2002 Sven Wlassack
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