Künstlerhaus Eckernförde e.V.

 

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Ereignisbericht 2000
Der Bericht des Vorstands
 
   

 

Aus 124 Bewerbungen um 10 Studienplätze im Künstlerhaus Ottestraße 1 wurden für das Jahr 2000 folgende Kunstschaffende durch die Jury ausgesucht:
Von Januar bis einschließlich April residierte im Atelier 2 der Kieler Skulpturist und Objektkünstler Martin Wolke, der unter anderem in Eckernförde an der figürlichen Ausgestaltung des Westerländer Bahnhofs arbeitete.
Jörg Hamann aus Berlin arbeitete von Januar bis inklusive März in Atelier 4. Sein Metier: Fotoarbeiten.
Der aus Japan stammende und in Köln beheimatete Objekt- und Installationskünstler Tazro Niscino wirkte von Februar bis einschließlich Juli in Atelier 3.
Videoinstallationen gestaltete Torsten Hennig aus Berlin von März bis Juni in Atelier 1. Alle 4 Künstler stellten sich im Rahmen der „Offenen Ateliers“ von 18.- 20.03. der interessierten Öffentlichkeit. Im April folgte in Atelier 4 der Essener Künstler Dirk Hupe, der an Wortfragment-Installationen und Computersimulationen arbeitete. Petra Schoenewald aus Hamburg folgte Martin Wolke ins Atelier 2 und arbeitete bis Ende Oktober an Freiluftinstallationen.

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 Im Mai erhielt das Künstlerhaus Besuch von der Kultusministerin Frau Erdsiek-Rave, die sich über kulturelle einrichtungen in Eckernförde informierte. Im Juli kam die französische Stipendiatin Brigitte Conessa aus Nimes nach Eckernförde ins Atelier 1 und arbeitete an grafisch gestalteten kleineren und größeren Papierobjekten bis Ende September. Ab Mitte August lebte und arbeitete das Musikerpaar Beatrix Wagner (Flötensolistin) und Gerald Eckert (Cellist und Komponist) in Atelier 3. Am 29./30.09. war erneut die Öffentlichkeit im Rahmen der „Offenen Ateliers“ ins Künstlerhaus geladen, diesmal nicht nur zum Sehen, sondern auch zum Hören.: Wagner/Eckert gaben konzertante Hörproben neuer Musik, die sie am Sonnabend 04.11.abends im Cafe’ Knarrpanti einer erweiterten Öffentlichkeit darboten. Das „Abschiedskonzert“ am selben Ort gestaltete Beatrix Wagner am Sonnabend, 02.12. 19.00 Uhr mit einem Soloauftritt.
Im September besuchte im traditionellen Austauschprogramm der Schleswig-Holsteinische Künstler Gunther Fritz (Lübeck) einen Monat lang das Künstlerdorf Ekely nahe der norwegischen Metropole Oslo. Gegenbesuch aus der Nähe von Bergen erhielt das Künstlerhaus in der Gestalt der Malerin Turid Karin Askeland im Oktober d. J. Letzter Stipendiat des abgelaufenen Jahres war der Hamburger Video- und Klang-Installationskünstler Manfred Kroboth, der von September bis Ende Dezember in Atelier 4 lebte und arbeitete. Im Allgemeinen zeigten sich Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den vorherrschenden Verhältnissen im Künstlerhaus sehr zufrieden. Die räumliche Situation der Ateliers , die günstige zentrale Lage und die freundliche Atmosphäre in der Stadt stellten gute Voraussetzungen für effektives Arbeiten dar. Die landschaftlich reizvolle Umgebung trüge überdies zur Inspiration bei.

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Außerhalb der öffentlichen Präsentation der residierenden Kunstschaffenden im Künstlerhaus durch die regelmäßige einrichtung der „Offenen Ateliers“ wurden regelmäßig Berichte in der örtlichen Presse forciert.

Sorgen bereitet die finanzielle Situation des Künstlerhauses. Durch die um ein Vielfaches größere Belastung an Betriebskosten des Hauses Ottestraße 1, als zuvor in Selk anfielen, können derzeit über Mitgliedsbeiträge und die DM 250,- pro Stipendium und Monat keine „Extras“ (Projekte, Kataloge, Künstlerförderung im eigentlichen Sinne) finanziert werden. Es gilt also für die Zukunft Sponsoren bzw. noch mehr Mitglieder zu gewinnen.

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Eckernförde im Januar 2001 (Sven Wlassack)

 

 

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