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Begrüssungsgespräch  
   


eine schriftliche Hausordnung gibt es nicht im Künstlerhaus – allenfalls den „Denkzettel“ – dafür etwas Besseres: Das Begrüssungsgespräch.
Deshalb besser, weil die jeweils zum Beginn ihres Stipendiums neu Angekommenen bei Kaffee und Plätzchen erfahren, wie`s so läuft im Haus: Wo die Waschmaschine steht, wann die Müllabfuhr kommt uns so…
Oder: Wann und wie man die hier entstandenen Arbeiten einem Publikum präsentieren könnte, wo Fachgeschäfte für die anstehende künstlerische Arbeit zu finden sind (oder auch nur der ganz normale Supermarkt), oder – nicht ganz unwichtig: Welche Gaststätten und Kneipen von einheimischen Kennern empfohlen werden.
Der Begrüssungsgespräch ist eine sinnreiche Erfindung des Vorstandes.
Wenn der Tee und der Kaffee getrunken sind, sind alle ein bisschen reicher: Man hat sich beschnuppert, den „Neuen“ erscheint der Norden nicht mehr ganz so kühl, einige Teilnehmer sind bereits zum „du“ übergegangen und – manchmal – sind bereits die ersten Verabredungen zu einem abendlichen Bier im Städtchen getroffen worden.
Sowas schafft eine Hausordnung dann doch nicht.     

 

 

 

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